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Die Geschichte der Tattoos

Was ist ein Tattoo?

Das ist ein Motiv, welches mit Tinte oder anderen farblichen Mitteln in die Haut eingebracht wird. Dabei wird die Farbe meist mit Hilfe einer Tätowiermaschine- je nach gewünschtem Effekt- durch eine oder mehrere Nadeln in die zweite Hautschicht gestochen und dabei ein Bild oder auch ein Text gezeichnet.

Die Situation in Deutschland

In den mittlerweile längst vergangenen 90er Jahren wurde das Tattoo zu einem modischen Trend, der vor allem junge Menschen begeisterte. Gerne kombinierten die Liebhaber, wie auch heute noch, die Tätowierungen mit Piercings.

Aktuelle Umfragen haben ergeben, dass derzeit in Deutschland ungefähr 10 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Tätowierung haben. Bei jungen Menschen von 16 bis 29 Jahre sind es dagegen bis zu 23 Prozent. So tragen ungefähr 8 Millionen Deutsch Tattoos. Dieser Körperschmuck ist so beliebt wie nie und wird unabhängig vom sozialen Status und der Schulbildung genutzt. Ob das zarte Röschen am Knöchel, die Schlange oder der martialische Totenkopf am Oberarm, auf dem Bauch, den Beinen oder am Po: Rund 8 Millionen Deutsche laufen mit Gemälden auf ihrem Körper herum. Viele lassen sich nicht nur Figuren, sondern auch das Konterfei der oder des Liebsten auf den Rücken und/oder das Hochzeitsdatum auf den Unterarm gravieren. Während manche Trendforscher schon glaubten, diese Körperkunst sei eine Modeerscheinung vergangener Zeiten, so sagen Experten voraus, dass diese Mode gerade erst so richtig „Fahrt aufnimmt“. Die Lust an Tattoos, die sich einst auf dem Bizeps von Seeleuten austobte, ist nicht nur bei Künstlern und Kreativen en vogue. Denn auch Sachbearbeiter lieben Röschen, Schwalben, Löwenköpfe oder abstrakte Stricheleien. Kein Zweifel, der Tattoo- Träger unserer Tage kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Diese Fans sind, vielen gängigen Meinungen zum Trotz, weder meist arbeitslos noch gehören sie zur Gruppe der „Loser“, also zu den Menschen, die einfach „nichts auf die Reihe bringen“. Ob Kfz- Mechatroniker, Lehrer, Hausfrau oder Ärztin: Ein Zusammenhang mit Schulbildung, Beruf und Einkommen konnten die Trendforscher nicht ausmachen.

Und noch eine Überraschung: Die gemalte Körperdeko liegt vor allem bei Frauen hoch im Rennen. Währen sich ungefähr 8 Prozent der Männer an solchem Schmuck erfreuen, sind es 9,9 Prozent der Frauen, die künstlerischen Abbildungen, denen auch eine Dusche nichts anhaben kann, lieben. Anders sind die Zahlen bei mehreren Tattoos: Hier haben die Herren der Schöpfung mit 12,3 Prozent die „Nase vorn“, wohingegen „nur“ 10,8 Prozent des weiblichen Geschlechts sich für mehrere künstlerische Kreationen entschieden hat. Dies gilt übrigens nicht nur für junge „Freaks“ und „Nerds“. Befragt wurde nämlich die Altersgruppierung von 16 bis 93 Jahren!

Der Ursprung des Tätowierens

Dieser kann keiner Kultur explizit zugeordnet werden. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass diese Kunst in unterschiedlichen Religionen der Welt eine andersartige Entwicklung nahm. Häufig besaßen Tattoos eine rituale und/oder religiöse Bedeutung. Manchmal jedoch waren und sind sie- bis auf den heutigen Tag- lediglich ein Ausdruck modischer Trends. Diese Kunst ist seit ewigen Zeiten mit der Kultur und dem Leben der Menschen eng verknüpft. Sie entwickelte sich wahrscheinlich unabhängig voneinander in den verschiedenen Kulturen der Welt. Selbst den Menschen der Steinzeit diente das Tattoo schon als Mittel zur Verschönerung, zum Abschrecken der Feinde oder zur Umsetzung traditioneller Bräuche und Riten. Dabei ist das Besondere dieser Motive, dass sie nicht nur lebenslang halten, sondern auch noch nach tausenden von Jahren die Körper derer schmücken, die von Forschern in Eis und Gletscher entdeckt wurden. Das wohl berühmteste Beispiel hierfür ist der weltbekannte „Ötzi“, dessen über 5300 Jahre alten Tattoo- Malereien bis auf den heutigen Tag bestens erhalten sind. Auch in Chile wurden etwa 7000 Jahre alte mumifizierte Menschen mit Tätowierungen an Füßen und Händen gefunden. Ebenso hatten schon die Skythen, ein asiatisches Reitervolk, ihre Liebe zu den Körperzeichnungen entdeckt, wie es Funde eindeutig belegen. Bei verschiedenen indigenen Völkern in Polynesien und Mikronesien konnte schon sehr früh dem Tätowieren eine rituelle Bedeutung zugeschrieben werden. Die Vorliebe für diese Deko hatte auch die Christen erfasst. Denn obwohl nach der Bibel das Tätowieren bei Christen nicht erwünscht war, ließen sich dennoch frühchristliche Sekten religiöse Symbole und Zeichen unter die Haut stechen.

Im Mittelalter waren Tätowierungen auch in Europa durchaus gebräuchlich, und auch bei einigen keltischen Stämmen wurde tätowiert.

Die rituelle Bedeutung

Viele Wissenschaftler vermuten, dass das Tätowieren anfangs ausschließlich eine religiöse oder rituelle Bedeutung besaß. So konnten die Motive meist als Zeichen der Ehrfurcht vor den Gottheiten oder als Ausdruck der Zugehörigkeit einer Sekte gedeutet werden. Auch in unserer Zeit sind diese Arten von Tattoos noch zu finden. Eine besondere Bedeutung spielen Tattoos in der Rangfolge einiger Kasten. Sie symbolisieren die Funktion des Einzelnen innerhalb der Gemeinschaft. So sieht man in Indien bei Frauen häufig kunstvolle Bemalungen von Händen und Füßen, die als Vorbild für das so genannte „Henna-Tattoo“ dienen. Diese Malereien haben primär einen kulturellen und ästhetischen Hintergrund. So entwickelten sich, unabhängig von der Religion, verschiedene Bräuche und Traditionen, bei denen die Bemalungen eine spezielle Bedeutung haben und eine zentrale Rolle spielen.

Der Stellenwert der Tattoos in Gefängnissen

Auch in Gefängnissen war und ist diese Form häufig ein Symbol der Rangstellung und nicht selten eine Form der Machtdarbietung und über viele Jahrhunderte bis in unsere Zeit gebräuchlich. Das wohl bekannteste Motiv sind drei Punkte, die sich zwischen Daumen und Zeigefinger befinden. Auf diese Weise symbolisieren die Häftlinge ihre Loyalität mit den anderen Insassen, die sich darauf verlassen können, nicht verraten zu werden. Ein anderes, in dieser Institution angesiedeltes Motiv, ist die Träne unter dem Auge des Häftlings, ein Symbol, das für mindestens zehn abgesessene Jahre steht. Nach weiteren zehn Jahren wird dann die nächste Träne gestochen. Ein anderes aus Gefängnissen bekanntes Symbol ist das Spinnennetz, das über die Gefangenschaft berichtet.

Tätowierungen als Ausdruck modischen Chics

Das Tattoo hat auch schon längst Einzug in den Bereich der Mode gehalten und wird hier meist von jungen Menschen verwendet. Dabei fehlt ihnen nicht selten das Bewusstsein, dass modische Trends so heißen, weil sie nur über eine relativ kurze Zeit Bestand haben. Denn was heute hip ist, kann morgen schon völlig out sein. Wer möchte schon heutzutage noch das einst so beliebte „Arschgeweih“ tragen?

Tattoos als Ausdruck des Protestes

Vor allem Punker beziehen politische Stellungnahme durch das Tragen bestimmter Tattoo- Symbole. Allerdings ist es ja nichts Neues, dass es in allen so genannten „Szenen“ Mitläufer gibt, die sich über die Bedeutung eines Tattoos keine Gedanken machen und damit auch die Hintergründe nicht verstehen. So kann das Tragen bestimmter Motive sowohl modischen Strömungen als auch dem Geltungsbedürfnis zugeschrieben werden. Ebenso sind Tätowierungen als Drohungen von einigen Gruppen gegenüber den Mitmenschen beliebt.

Tattoos als Ausdruck sexueller Stimulation

Nicht zuletzt wird das Tattoo von einigen Menschen ebenso als sexuell stimulierend empfunden. Es muss nicht unbedingt sichtbar getragen werden, denn entweder befindet es sich an bestimmten Körperregionen, deren Reize hervorgehoben werden sollen, oder es bezeugt die sexuelle Einstellung.

Tattoos und kein Ende

Wer auf dem Laufenden sein will, der besucht Tattoo-Messen, auf denen die neuesten Entwicklungen präsentiert werden. Zur Verbreitung dieser Mode leisteten vor allem Prominente aus Amerika einen großen Beitrag, indem sie ihre kleinen oder größeren Motive öffentlich zeigten und immer wieder zeigen. Sicherlich hat diese Tatsache dazu beigetragen, dass Tätowierungen mittlerweile in beinahe jedem Milieu akzeptiert werden.

Und was ist mit den Kids?

Bei Kindern ist das Stechen von Tattoos verboten. Daher imitieren sie das Tätowieren gerne, indem sie sich unterschiedliche Motive in Form von Abziehbildern auf die Haut kleben. Sie sehen oft richtig echt aus, aber lassen sich auch schnell wieder mit Wasser entfernen.

Henna-Tattoos

Nicht unerwähnt bleiben soll in diesem Zusammenhang auch die „Hennatätowierung“. Hierbei wird Henna auf die Oberschicht der Haut gezeichnet. Die Farbe verschwindet jedoch nach und nach durch die Neubildung der Hautzellen. Dennoch gibt es einige Aspekte in diesem Zusammenhang zu beachten. Denn diese Tattoos haben aufgrund des potentiellen Bestandteils PPD ein hohes allergenes Risiko. Beim Anfertigen eines solchen Tattoos, und solange es hält, kann die Substanz auf die Haut einwirken. Die Folgen können Juckreiz, Schwellungen und Rötungen sein. PPD ist die Abkürzung von p-Phenylendiamin, eine chemische Verbindung, die vor allem für Kinder, schwangere Frauen oder für Menschen mit einer Sonnencrem- Unverträglichkeit gefährlich ist. Dieser Stoff lagert sich in den Nieren und der Leber ab. Henna selbst jedoch gilt nicht als allergieauslösend, und reine Henna-Naturfarbe, verwandt bei einem Henna-Tattoo, ist ungefährlich. Doch sollten die Verbraucher die Bezeichnung und Zusammensetzung des Produktes immer genau studieren und dabei auf Angaben wie „PPD“ oder „Phenylendiamin“ achten. Konsumenten, die hinsichtlich der Ungefährlichkeit eines Henna-Tattoos ganz sicher gehen möchten, können auf Produkte aus ökologisch kontrolliertem Anbau zurückgreifen. Von der Anfertigung von Henna-Tattoos in Urlaubsländern jedoch rät das Bundesinstitut für Risikobewertung vorsorglich ab. Aber auch bei in Deutschland angebotenen Tattoos oder Waren aus dem Internet sollten Verbraucher vorsichtig sein und das Produkt im Vorfeld immer genau auf die Inhaltsstoffe überprüfen.

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